Glossar – Gartenbau und Pflanzenpflege

A

Abhärten

Als Abhärten bezeichnet man den Prozess, junge Pflanzen schrittweise an die Bedingungen im Freiland zu gewöhnen, bevor sie dauerhaft ausgepflanzt werden. Dies geschieht typischerweise durch das zeitweise Ausstellen der Pflanzen ins Freie, beginnend mit wenigen Stunden und einer allmählichen Steigerung der Dauer. Ziel ist es, die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Temperaturschwankungen, Wind und direkte Sonneneinstrahlung zu machen und so den Pflanzschock zu minimieren. Besonders wichtig ist dies bei Pflanzen, die im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorgezogen wurden.

Anzucht

Die Anzucht beschreibt den Vorgang des Heranziehens junger Pflanzen aus Samen, Stecklingen oder anderen vegetativen Teilen. Dies kann in speziellen Anzuchtschalen, Töpfen oder direkt im Beet erfolgen. Ziel ist es, den Pflanzen optimale Bedingungen für Keimung und frühes Wachstum zu bieten, bevor sie an ihren endgültigen Standort verpflanzt werden. Eine erfolgreiche Anzucht erfordert die richtige Wahl des Substrats, ausreichende Feuchtigkeit und passende Temperaturen. Sie ist eine grundlegende Technik im Gemüseanbau im eigenen Garten.

B

Bodenanalyse

Eine Bodenanalyse ist die Untersuchung einer Bodenprobe, um deren chemische und physikalische Eigenschaften zu bestimmen. Dabei werden unter anderem der pH-Wert, der Gehalt an Hauptnährstoffen (Stickstoff, Phosphor, Kalium) und Spurenelementen sowie die Bodenart ermittelt. Die Ergebnisse einer Bodenanalyse sind entscheidend für eine bedarfsgerechte Düngung und die Auswahl geeigneter Pflanzenarten. Sie hilft, Mangelerscheinungen oder Überdüngung zu vermeiden und die Bodengesundheit langfristig zu erhalten. Dies ist besonders relevant für den Gemüseanbau.

D

Dachbegrünung

Dachbegrünung bezeichnet die Bepflanzung von Dächern mit Vegetation. Man unterscheidet zwischen extensiver und intensiver Dachbegrünung. Extensive Begrünungen sind pflegeleicht und bestehen oft aus Moosen, Sukkulenten und Gräsern auf einer dünnen Substratschicht. Intensive Begrünungen ähneln Gärten und können Sträucher, Bäume und Rasen umfassen, erfordern jedoch eine dickere Substratschicht und mehr Pflege. Dachbegrünungen bieten ökologische Vorteile wie Regenwasserrückhaltung, Verbesserung des Mikroklimas und Lebensraum für Insekten.

Düngung

Düngung ist die Zufuhr von Nährstoffen zum Boden oder direkt zu Pflanzen, um deren Wachstum und Ertrag zu fördern. Man unterscheidet zwischen organischen Düngern (z.B. Kompost, Mist) und mineralischen Düngern (synthetisch hergestellt). Die Wahl des Düngers und die Häufigkeit der Anwendung hängen von den Bedürfnissen der Pflanzen und den Ergebnissen einer Bodenanalyse ab. Eine ausgewogene Düngung ist essenziell für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte, während Überdüngung schädlich sein kann.

F

Fruchtfolge

Fruchtfolge ist die planmäßige Abfolge verschiedener Kulturpflanzen auf derselben Fläche über mehrere Jahre hinweg. Ziel ist es, die Bodengesundheit zu erhalten, den Nährstoffhaushalt zu optimieren und die Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen zu minimieren. Durch den Wechsel von Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern sowie Pflanzen mit unterschiedlichen Wurzelsystemen wird der Boden nicht einseitig ausgelaugt. Eine gut geplante Fruchtfolge ist ein wichtiger Bestandteil des nachhaltigen Gemüseanbaus.

G

Gartenjahr

Das Gartenjahr beschreibt den jährlichen Zyklus der Gartenarbeiten, der sich nach den Jahreszeiten und den Entwicklungsstadien der Pflanzen richtet. Es beginnt typischerweise mit der Planung und Anzucht im Frühjahr, gefolgt von Pflanzung, Pflege und Ernte im Sommer und Herbst. Im Winter stehen oft Rückschnitt, Schutzmaßnahmen und die Vorbereitung auf die nächste Saison an. Das Verständnis des Gartenjahres hilft, Arbeiten optimal zu timen und die natürlichen Rhythmen im Garten zu berücksichtigen.

Gartengestaltung

Gartengestaltung umfasst die Planung und Anlage eines Gartens unter Berücksichtigung ästhetischer, funktionaler und ökologischer Aspekte. Dazu gehören die Auswahl von Pflanzen, Materialien und Elementen wie Wegen, Terrassen, Teichen oder Sichtschutzelementen. Ziel ist es, einen harmonischen und nutzbaren Außenbereich zu schaffen, der den individuellen Bedürfnissen und Vorstellungen entspricht. Ein japanischer Garten oder ein moderner Garten sind Beispiele für spezifische Stilrichtungen.

Gartenmöbel

Gartenmöbel sind speziell für den Einsatz im Freien konzipierte Möbelstücke. Sie sind in der Regel wetterbeständig und robust, um den Einflüssen von Sonne, Regen und Temperaturschwankungen standzuhalten. Das Angebot reicht von Essgruppen und Gartenbänken bis hin zu Relaxsesseln und Tischen. Die Auswahl des Materials und des Designs trägt maßgeblich zur Atmosphäre und Funktionalität des Außenbereichs bei.

Gartenteich

Ein Gartenteich ist ein künstlich angelegtes Gewässer im Garten, das zur Zierde, als Lebensraum für Pflanzen und Tiere oder zur Wasserregulierung dient. Man unterscheidet zwischen Naturteichen, Fischteichen und Schwimmteichen. Die Anlage eines Gartenteichs erfordert eine sorgfältige Planung bezüglich Standort, Größe, Abdichtung und Bepflanzung. Eine gute Wasserqualität ist entscheidend für das ökologische Gleichgewicht. Informationen zur Klärung des Wassers finden sich unter Wie bekomme ich das Wasser im Teich wieder klar? und zu den Bewohnern unter Gartenteich Fische.

Gründüngung

Gründüngung ist eine Methode zur Verbesserung der Bodengesundheit und Fruchtbarkeit, bei der spezielle Pflanzen (Gründüngungspflanzen) angebaut und anschließend in den Boden eingearbeitet werden. Diese Pflanzen reichern den Boden mit organischem Material an, lockern ihn auf, unterdrücken Unkräuter und können Stickstoff aus der Luft binden. Typische Gründüngungspflanzen sind Klee, Senf oder Phacelia. Sie sind eine nachhaltige Alternative oder Ergänzung zur herkömmlichen Düngung und fördern das Bodenleben.

H

Heckenschnitt

Der Heckenschnitt ist eine Pflegemaßnahme, die das Wachstum und die Form von Hecken reguliert. Er dient dazu, die Hecke dicht und gesund zu halten, ihre Größe zu kontrollieren und eine ansprechende Optik zu gewährleisten. Man unterscheidet zwischen Formschnitt, der regelmäßig durchgeführt wird, und Verjüngungsschnitt, der bei älteren, verkahlten Hecken angewendet wird. Der richtige Zeitpunkt für den Heckenschnitt ist entscheidend, um die Pflanzen nicht zu schädigen und brütende Vögel nicht zu stören.

Hochbeet

Ein Hochbeet ist ein erhöhtes Beet, das aus verschiedenen Schichten organischen Materials aufgebaut ist. Es bietet mehrere Vorteile: eine angenehme Arbeitshöhe, eine schnellere Erwärmung des Bodens im Frühjahr, was zu einem früheren Erntebeginn führen kann, und einen besseren Schutz vor Schnecken und Wühlmäusen. Durch die Verrottung der unteren Schichten entsteht Wärme und Nährstoffe, die das Pflanzenwachstum fördern. Hochbeete eignen sich hervorragend für den Gemüseanbau auf kleiner Fläche.

Hydrokultur

Hydrokultur ist eine Methode des Pflanzenanbaus, bei der Pflanzen nicht in Erde, sondern in einem inerten Substrat (z.B. Blähton) kultiviert werden und ihre Nährstoffe über eine spezielle Nährlösung erhalten. Diese Methode ermöglicht eine präzise Kontrolle der Nährstoffzufuhr und des Wasserhaushalts. Hydrokultur wird sowohl im Innenbereich für Zimmerpflanzen als auch im professionellen Gartenbau eingesetzt. Sie kann den Wasserverbrauch reduzieren und das Auftreten von bodenbürtigen Krankheiten minimieren.

K

Kaltkeimer

Kaltkeimer sind Pflanzen, deren Samen eine Kälteperiode benötigen, um zu keimen. Diese natürliche Barriere verhindert, dass die Samen zu früh im Herbst keimen und dann durch Frost absterben. Im Gartenbau simuliert man diese Kälteperiode oft durch Stratifikation, bei der die Samen für eine bestimmte Zeit bei niedrigen Temperaturen gelagert werden. Beispiele für Kaltkeimer sind viele Wildblumen, aber auch einige Obstgehölze und Stauden. Ohne diese Kältebehandlung bleiben die Samen in der Keimruhe.

Kompostierung

Kompostierung ist ein biologischer Prozess, bei dem organische Abfälle wie Gartenabfälle, Laub und Küchenreste unter Einfluss von Mikroorganismen zu Humus zersetzt werden. Der entstehende Kompost ist ein wertvoller, nährstoffreicher Bodenverbesserer, der die Bodenstruktur verbessert, die Wasserspeicherfähigkeit erhöht und das Bodenleben fördert. Eine erfolgreiche Kompostierung erfordert eine ausgewogene Mischung aus stickstoffreichen (grünen) und kohlenstoffreichen (braunen) Materialien sowie ausreichende Feuchtigkeit und Belüftung. Kompost ist eine ideale organische Düngung.

Kopulation

Die Kopulation ist eine Veredelungsmethode, bei der ein Edelreis (ein Trieb der gewünschten Sorte) auf eine passende Unterlage (Wurzelstock) aufgepfropft wird. Dabei werden Edelreis und Unterlage so schräg angeschnitten, dass die Schnittflächen exakt aufeinanderpassen und eine möglichst große Kontaktfläche bilden. Anschließend werden sie fest miteinander verbunden und versiegelt. Ziel ist es, die Eigenschaften der Edelsorte mit der Robustheit oder Wuchskraft der Unterlage zu kombinieren. Diese Technik wird häufig bei Obstbäumen angewendet, wie zum Beispiel beim Pfirsich veredeln.

M

Mulchen

Mulchen ist das Abdecken des Bodens mit einer Schicht organischen oder anorganischen Materials. Organische Mulchmaterialien sind beispielsweise Rindenmulch, Stroh, Rasenschnitt oder Kompost. Sie unterdrücken Unkrautwachstum, reduzieren die Verdunstung von Wasser, schützen den Boden vor Erosion und extremen Temperaturen und reichern ihn beim Verrotten mit Humus an. Anorganische Materialien wie Kies oder Steine werden oft aus ästhetischen Gründen oder zur Wärmespeicherung verwendet. Mulchen ist eine effektive Methode zur Bodenpflege und Wassereinsparung.

N

Nützlinge

Nützlinge sind Tiere, die im Garten eine positive Rolle spielen, indem sie Schädlinge bekämpfen oder zur Bestäubung von Pflanzen beitragen. Beispiele für Nützlinge sind Marienkäfer und Florfliegen, die Blattläuse fressen, oder Igel und Spitzmäuse, die Schnecken und Insektenlarven vertilgen. Auch Bienen und Hummeln sind wichtige Nützlinge für die Bestäubung. Die Förderung von Nützlingen durch geeignete Pflanzen und Lebensräume ist ein zentraler Bestandteil des biologischen Pflanzenschutzes und trägt zur Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden bei.

O

Okulation

Die Okulation ist eine spezielle Form der Veredelung, bei der nur ein einzelnes Auge (Knospe) der Edelsorte auf eine Unterlage übertragen wird. Diese Methode wird häufig bei Rosen und Obstbäumen angewendet. Man schneidet ein T-förmiges Stück in die Rinde der Unterlage, löst die Rinde leicht an und schiebt das Edelauge mit einem kleinen Rindenstück darunter. Anschließend wird die Veredelungsstelle fest verbunden. Die Okulation ist eine effiziente Methode, um viele Pflanzen aus wenig Edelreis-Material zu gewinnen, wie unter Was genau ist Okulation? beschrieben.

P

Permakultur

Permakultur ist ein ganzheitliches Konzept zur Gestaltung nachhaltiger und sich selbst regulierender Ökosysteme, die den Bedürfnissen von Mensch und Natur gerecht werden. Es basiert auf ethischen Prinzipien und Design-Prinzipien, die darauf abzielen, natürliche Muster und Prozesse nachzuahmen. Im Garten bedeutet dies oft die Schaffung von vielfältigen Mischkulturen, die Nutzung von Mulch, die Anlage von Hochbeeten und die Integration von Tieren. Ziel ist es, einen produktiven Garten zu schaffen, der mit minimalem externen Input auskommt.

Pflanzschock

Der Pflanzschock, auch Umpflanzschock genannt, ist eine Stressreaktion von Pflanzen nach dem Umsetzen an einen neuen Standort. Er äußert sich durch Symptome wie Welken, Blattverlust, Wachstumsstagnation oder Verfärbungen. Ursachen sind oft die Beschädigung der Wurzeln beim Umpflanzen, veränderte Bodenbedingungen oder ein plötzlicher Wechsel der Umweltfaktoren. Durch sorgfältiges Umpflanzen, ausreichendes Wässern und gegebenenfalls Abhärten der Pflanzen kann der Pflanzschock minimiert werden.

Pflanzenschutz

Pflanzenschutz umfasst alle Maßnahmen, die ergriffen werden, um Pflanzen vor Krankheiten, Schädlingen und Unkräutern zu schützen. Man unterscheidet zwischen biologischem, mechanischem und chemischem Pflanzenschutz. Biologische Methoden nutzen Nützlinge oder pflanzliche Präparate. Mechanische Maßnahmen sind beispielsweise das Entfernen von Unkraut oder das Absammeln von Schädlingen. Chemische Mittel sollten nur als letzte Option und gezielt eingesetzt werden. Ziel ist es, gesunde Pflanzen zu erhalten und Ernteausfälle zu vermeiden. Beispiele für Krankheiten sind Apfelschorf oder Blattfleckenkrankheit.

Phytopathologie

Phytopathologie ist die Wissenschaft von den Pflanzenkrankheiten. Sie befasst sich mit der Entstehung, Verbreitung und Bekämpfung von Krankheiten bei Pflanzen, die durch Pilze, Bakterien, Viren oder andere Pathogene verursacht werden. Auch nicht-infektiöse Schäden durch Umweltfaktoren wie Nährstoffmangel oder extreme Witterung fallen in dieses Forschungsgebiet. Das Wissen der Phytopathologie ist entscheidend für einen effektiven Pflanzenschutz und die Sicherung von Erträgen im Gartenbau und der Landwirtschaft. Beispiele sind Erdbeerkrankheiten oder Blattbräune.

R

Rankhilfe

Eine Rankhilfe ist eine Stützkonstruktion für Kletterpflanzen, die ihnen Halt und Führung beim Wachstum bietet. Dies können Spaliere, Obelisken, Zäune oder einfache Stäbe sein. Rankhilfen sind besonders wichtig für Pflanzen wie Rosen, Clematis, Erbsen oder Bohnen, die von Natur aus klettern oder sich winden. Sie ermöglichen eine bessere Belüftung der Pflanzen, erleichtern die Ernte und tragen zur ästhetischen Gestaltung des Gartens bei.

Regenwassernutzung

Regenwassernutzung bezeichnet das Sammeln und Verwenden von Regenwasser, anstatt es in die Kanalisation abzuleiten. Im Garten wird Regenwasser häufig zum Gießen von Pflanzen verwendet, da es kalkarm ist und keine Chlorzusätze enthält, die im Leitungswasser vorkommen können. Dies schont nicht nur die Pflanzen, sondern auch die Umwelt und den Geldbeutel. Regenwasser kann in Regentonnen, Zisternen oder unterirdischen Speichern gesammelt werden. Es ist eine nachhaltige Methode zur Bewässerung des Gartens.

Rückschnitt

Der Rückschnitt ist eine Pflegemaßnahme, bei der Teile einer Pflanze (Äste, Triebe, Blüten) entfernt werden. Er dient verschiedenen Zwecken: Förderung des Wachstums und der Blüte, Erhaltung einer bestimmten Form, Verjüngung alter Pflanzen, Entfernung kranker oder abgestorbener Pflanzenteile und Ertragssteigerung bei Obstgehölzen. Der richtige Zeitpunkt und die Schnitttechnik sind entscheidend, um die Pflanze nicht zu schädigen. Beispiele sind der Rückschnitt von Stachelbeeren oder Kiwis.

S

Schattenbeet

Ein Schattenbeet ist ein Gartenbereich, der nur wenig oder gar keine direkte Sonneneinstrahlung erhält. Es bietet ideale Bedingungen für Pflanzen, die schattige Standorte bevorzugen und empfindlich auf pralle Sonne reagieren. Bei der Gestaltung eines Schattenbeets ist die Auswahl der richtigen Pflanzen entscheidend, da nicht alle Gewächse im Schatten gedeihen. Typische Schattenpflanzen sind Farne, Funkien, Astilben oder bestimmte Bodendecker. Ein gut angelegtes Schattenbeet kann eine Oase der Ruhe und Kühle im Garten sein.

Schneckenkorn

Schneckenkorn ist ein chemisches oder biologisches Mittel zur Bekämpfung von Schnecken im Garten. Es wird in Granulatform ausgebracht und lockt Schnecken an, die es fressen und daran sterben. Moderne Schneckenkörner enthalten oft Wirkstoffe, die für Haustiere und Nützlinge unbedenklich sind. Es ist wichtig, die Anwendungshinweise genau zu beachten, um eine effektive und sichere Bekämpfung zu gewährleisten. Als Alternative können auch mechanische Barrieren oder das Absammeln der Schnecken in Betracht gezogen werden.

Sichtschutz

Ein Sichtschutz dient dazu, einen Garten oder bestimmte Bereiche davon vor neugierigen Blicken zu schützen und Privatsphäre zu schaffen. Er kann aus verschiedenen Materialien bestehen, wie Holz, Metall, Stein oder lebenden Pflanzen wie Hecken oder Rankgewächsen. Neben der Funktion des Blickschutzes kann ein Sichtschutz auch als Windschutz dienen oder zur Strukturierung des Gartens beitragen. Die Wahl des Materials und des Designs sollte zum Gesamtbild des Gartens passen, wie unter Schaffen Sie Privatsphäre in Ihrem Garten mit Sichtschutz beschrieben.

Staudenbeet

Ein Staudenbeet ist ein Gartenbereich, der hauptsächlich mit Stauden bepflanzt ist. Stauden sind mehrjährige, krautige Pflanzen, die im Herbst oberirdisch absterben und im Frühjahr aus dem Wurzelstock neu austreiben. Sie bieten eine große Vielfalt an Blütenfarben, Formen und Blütezeiten und können über viele Jahre hinweg Freude bereiten. Bei der Anlage eines Staudenbeets ist eine gute Planung hinsichtlich Standort, Bodenbeschaffenheit und Kombination der Pflanzen wichtig, um ein harmonisches und pflegeleichtes Ergebnis zu erzielen.

Substrat

Substrat bezeichnet das Material, in dem Pflanzen wachsen. Es dient als Verankerung für die Wurzeln und als Speicher für Wasser, Nährstoffe und Luft. Neben klassischer Gartenerde gibt es spezielle Substrate wie Anzuchterde, Kakteenerde oder Hydrokultursubstrate wie Blähton. Die Zusammensetzung des Substrats ist entscheidend für das Wohlbefinden der Pflanzen und sollte auf deren spezifische Bedürfnisse abgestimmt sein. Eine gute Drainage und Belüftung sind wichtige Eigenschaften eines geeigneten Substrats.

T

Terrasse

Eine Terrasse ist eine befestigte, ebene Fläche im Außenbereich, die direkt an ein Gebäude angrenzt oder freistehend im Garten angelegt ist. Sie dient als erweiterter Wohnraum im Freien und wird oft für Entspannung, Mahlzeiten oder geselliges Beisammensein genutzt. Terrassen können aus verschiedenen Materialien wie Holz, Stein, Betonplatten oder WPC (Wood Plastic Composite) gebaut werden. Bei der Planung sind Aspekte wie Ausrichtung, Größe, Materialwahl und die Integration in die Gartengestaltung wichtig.

Topfgröße

Die Topfgröße bezieht sich auf das Volumen oder den Durchmesser eines Pflanzgefäßes. Die Wahl der richtigen Topfgröße ist entscheidend für das gesunde Wachstum einer Pflanze. Ein zu kleiner Topf kann das Wurzelwachstum einschränken und zu Nährstoffmangel führen, während ein zu großer Topf zu Staunässe und Wurzelfäule neigen kann. Beim Umtopfen sollte man in der Regel einen Topf wählen, der nur geringfügig größer ist als der vorherige, um der Pflanze Raum zum Wachsen zu geben, ohne sie zu überfordern.

U

Umpflanzen

Umpflanzen ist der Vorgang, eine Pflanze von einem Standort an einen anderen zu versetzen. Dies kann das Umtopfen in ein größeres Gefäß, das Verpflanzen von Anzuchtpflanzen ins Beet oder das Versetzen einer etablierten Pflanze im Garten bedeuten. Ziel ist es, der Pflanze bessere Wachstumsbedingungen zu bieten oder den Garten neu zu gestalten. Beim Umpflanzen ist es wichtig, die Wurzeln so wenig wie möglich zu beschädigen und die Pflanze anschließend gut zu wässern, um den Pflanzschock zu minimieren.

Unkraut

Unkraut bezeichnet Pflanzen, die an einem bestimmten Ort unerwünscht sind und mit Kulturpflanzen um Wasser, Nährstoffe und Licht konkurrieren. Was als Unkraut gilt, ist subjektiv und hängt vom Kontext ab. Viele sogenannte Unkräuter sind jedoch wertvolle Nützlingspflanzen oder essbar. Die Bekämpfung von Unkraut kann mechanisch (Jäten), thermisch (Abflammen), biologisch oder chemisch erfolgen. Mulchen ist eine effektive Methode zur Vorbeugung von Unkrautwachstum.

V

Veredelung

Veredelung ist eine gärtnerische Technik, bei der Teile zweier Pflanzen so miteinander verbunden werden, dass sie zu einer einzigen Pflanze zusammenwachsen. Dabei wird ein Edelreis (der obere Teil mit den gewünschten Eigenschaften) auf eine Unterlage (der untere Teil mit dem Wurzelsystem) aufgepfropft. Ziel ist es, die positiven Eigenschaften beider Pflanzen zu kombinieren, wie z.B. die Fruchtqualität des Edelreises mit der Krankheitsresistenz der Unterlage. Bekannte Veredelungsmethoden sind die Kopulation und die Okulation. Dies ist relevant für das Veredeln von Pfirsichen.

Vertikutieren

Vertikutieren ist eine Pflegemaßnahme für Rasenflächen, bei der mit einem Vertikutierer die Grasnarbe oberflächlich angeritzt wird. Dabei werden Moos, Rasenfilz und abgestorbene Grashalme entfernt, die die Belüftung des Bodens und die Wasseraufnahme behindern. Durch das Vertikutieren wird der Rasen angeregt, neue Triebe zu bilden, und die Wurzeln erhalten wieder mehr Luft und Nährstoffe. Es ist eine wichtige Maßnahme zur Gesunderhaltung des Rasens und sollte ein- bis zweimal im Jahr durchgeführt werden.

W

Wassergarten

Ein Wassergarten ist ein Gartenbereich, der Wasser als zentrales Gestaltungselement nutzt. Dies kann in Form eines Gartenteichs, eines Bachlaufs, eines Wasserfalls oder eines Brunnens geschehen. Wassergärten schaffen eine beruhigende Atmosphäre, ziehen Vögel und Insekten an und bieten Lebensraum für spezielle Wasserpflanzen. Die Gestaltung erfordert eine sorgfältige Planung der Wasserführung, Abdichtung und Bepflanzung, um ein stabiles Ökosystem zu schaffen.

Winterschutz

Winterschutz umfasst alle Maßnahmen, die ergriffen werden, um Pflanzen vor Frost, Wintersonne und austrocknendem Wind zu schützen. Besonders empfindliche oder nicht winterharte Pflanzen benötigen einen speziellen Schutz, z.B. durch Abdecken mit Vlies, Laub oder Reisig, Einpacken in Jutesäcke oder das Einräumen in ein frostfreies Winterquartier. Auch das Mulchen des Bodens kann die Wurzeln vor Frost schützen. Ein angemessener Winterschutz ist entscheidend für das Überleben vieler Pflanzen im Garten.

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